| Verbreitung | |
Verbreitung allgemein |
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Die Südliche Eichenschrecke Meconema meridionale Costa, 1860 ist ein adriatomediterranes Faunenelement, dessen geschlossenes Verbreitungsgebiet sich ursprünglich von Sizilien bis zu den Alpen und von Südfrankreich bis Slowenien und Istrien erstreckte. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts breitet sich die Art jedoch stark nach Norden aus und hat aktuell bereits England, die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Norddeutschland erreicht. Auffällig ist dabei die Häufung der Nachweise in Ballungsräumen, was allgemein als ein Hinweis auf anthropochore Verschleppung gedeutet wird. |
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| Verbreitung in Deutschland | |
| In Deutschland wurde die Art erstmals 1958 bei Freiburg nachgewiesen. Seitdem gelangen in Baden-Württemberg eine Vielzahl neuer Fundorte, die zunehmend auch außerhalb des Rheintales liegen. In Bayern wurde die Art erstmals im Jahre 1996 in einer Telefonzelle einer Rastanlage der BAB A6 bei Schnelldorf gefunden. In den Jahren 1999 und 2001 wurde die Art dann dreimal in einem durchgrünten Augsburger Wohnviertel nachgewiesen, in dem bereits eine dauerhafte Ansiedlung vermutet wird. Aktuelle Funde aus dem Großraum München lassen auch dort schon eine großflächige Besiedlung vermuten. Die nordöstlichsten bayerischen Funde sind zurzeit aus dem Stadtgebiet von Bamberg bekannt, aber auch im Alpenvorland wurde die Art schon bei Penzberg und am Chiemsee (auf einem Campingplatz) beobachtet. In Rheinland-Pfalz wurde die Südliche Eichenschrecke erstmals Ende der 1980er Jahre in einer Wohnung in der südöstlichen Pfalz nachgewiesen. In den folgenden Jahren mehrten sich jedoch auch dort die Nachweise, so dass wenige Jahre später schon acht Fundorte bekannt waren, die alle in oder am Rande der Oberrheinischen Tiefebene lagen. Aus Trier wurde erst kürzlich über das massenhafte Auftreten der Art im Jahr 2006 berichtet. Aktuell sind aus fast der gesamten Oberrheinebene und dem Rhein-Main-Gebiet Nachweise bekannt. Aus Hessen stammt der nördlichste Fund aus dem Stadtgebiet von Gießen. In Nordrhein-Westfalen wurde die Südliche Eichenschrecke erstmals 1991 in Ratingen und 1995 in Köln gefunden. Gezielte Kartierungen führten in der Zwischenzeit zum Nachweis einer fast flächendeckenden Verbreitung der Art zwischen Aachen und Münster. Im Jahr 2006 wurde dann weit im Norden ein Vorkommen in Bremen nachgewiesen. Ein Jahr später gelangen 2007 durch Funde in Osnabrück, Göttingen und der Umgebung von Wolfsburg auch erstmals Nachweise im benachbarten Niedersachsen. Die nordöstlichsten Nachweise in Deutschland sind zur Zeit aus Berlin bekannt, wo die Art 2007 in größerer Zahl gefunden wurde. Weitere aktuelle Funde sind inzwischen aus Brandenburg, Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt bekannt geworden. |
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