Nachweismethoden

Falls Sie nicht nur Ihre Beobachtungen der Südliche Eichenschrecke melden, sondern aktiv in Ihrer Umgebung nach der Art suchen möchten, möchte ich Ihnen an dieser Stelle auch Tipps geben, wie Sie die Art am besten nachweisen können. Im Wesentlichen haben Sie dazu zwei verschiedene Möglichkeiten:

1) Nächtliches Ableuchten von Baumstämmen

Die einfachste Möglichkeit die Art nachzuweisen, ist das nächtliche Ableuchten von Baumstämmen im Siedlungsbereich. Von Ende Juli bis in den November steigen die Weibchen in der Dunkelheit zur Eiablage von der Krone den Stamm herunter, um in der besonders rissigen Borke im unteren Teil des Baumstammes ihre Eier abzulegen. Die Tiere sind aufgrund ihrer Farbe auf dem braunen Stamm gut auszumachen, oft sind so auch die Punktierte Zartschrecke (Leptophyes punctatissima) und die Gemeine Eichenschrecke (Meconema thalassinum) anzutreffen. Besonders günstig für die Kartierung sind milde Nächte mit hoher Luftfeuchte, am besten während oder nach einem kurzen Regenschauer.

 

2) Suche in der Nähe beleuchteter Bereiche

Eine weitere leichte Methode für die Suche nach der Südlichen Eichenschrecke ist das Absuchen hell erleuchteter Bereiche wie Hauseingänge, Telefonzellen, Leuchtwerbung, usw.. Ähnlich wie zahlreiche Nachtfalter, werden auch die beiden Eichenschrecken vom Licht angezogen und sind so leicht nachweisbar. Vorteilhaft sind dabei jedoch vor allem Siedlungen, die begrünt sind und einen parkähnlichen Charakter aufweisen. Diese Methode eignet sich vor allem in relativ trockenen Nächten, in denen die Weibchen nicht so gerne zur Eiablage die Stämme herunter steigen. Diese Nachweisart ist allerdings nicht so effizient wie das Ableuchten der Stämme.

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